Elektrisches MRK-Greifmodul von Weiss Robotics

Elektrisches MRK-Greifmodul von Weiss Robotics

Gefunden auf produktion.de – Leo Breu am 23. Mai 2016 um 14:16 Uhr
 Mit seinem neuen Greifmodul WSG 25-CR bringt Weiss Robotics die Mensch-Roboter-Kooperation (MRK) in die Fertigung.

MRK-Lösung Weiss Robotics Universal Robots

Weiss Robotics bietet etwa für Arme des Herstellers Universal Robots eine fertige MRK-Lösung an. – Quelle: Weiss Robotics

Das elektrische Greifmodul verfügt über 64 mm Hub und hat einen kalibrierten Greifkraftbereich von 5 bis 25 N. Mit seinen abgerundeten Kanten und einer kraftbegrenzten Greifkinematik erfüllt der WSG 25-CR die aktuellen Sicherheitsanforderungen und ist die smarte Wahl für anspruchsvolle Applikationen im Bereich der Mensch-Roboter-Kooperation.

Der WSG 25-CR verfügt über eine eingebaute Greifsteuerung, welche mit ihren leistungsfähigen Algorithmen die zuverlässige Handhabung unterschiedlichster Greifteile ermöglicht. Dabei muss der Anwender nicht wie bisher erst eigene Greifzyklen entwickeln, sondern kann direkt auf die vordefinierten Funktionen des WSG 25-CR zur Greifteildetektion und Griffüberwachung zurückgreifen. Hierdurch wird eine sichere Handhabung erreicht, selbst wenn die Greifteile mit konventionellen Greifern nur schwer zu handhaben sind.

Die integrierte Ethernet-Schnittstelle vereinfacht die Einbindung des WSG 25-CR in industrielle Netzwerke. Um eine schnelle Inbetriebnahme zu ermöglichen, verfügt das Greifmodul über eine webbasierte Konfigurationsoberfläche mit integrierter Dokumentation und Diagnose, die mit jedem Webbrowser einfach bedient werden kann.

Die Kommunikation erfolgt wahlweise mittels der einfach zu erlernenden textbasierten Sprache „GCL“ oder über das standardisierte Modbus/TCP-Protokoll. So kann das Greifmodul mit einer Vielzahl unterschiedlicher Robotersysteme betrieben werden.

www.weiss-robotics.de

Mensch-Roboter-Kooperation setzt multisensorielle Überwachung voraus

Mensch-Roboter-Kooperation

Mensch-Roboter-Kooperation setzt multisensorielle Überwachung voraus

| Redakteur: Mag. Victoria Sonnenberg

Durch die multisensorielle Arbeitsraumüberwachung kann die Mitarbeiterin sicher mit dem Roboter interagieren.
Bildergalerie: 1 Bild
Durch die multisensorielle Arbeitsraumüberwachung kann die Mitarbeiterin sicher mit dem Roboter interagieren. (Bild: Manfred Zentsch/Fraunhofer IOSB)

Im industriellen Umfeld lassen sich zukünftige anspruchsvolle Aufgabenstellungen effizient bewältigen, wenn sie durch die Zusammenarbeit von Mensch-Roboter-Teams gelöst werden. Voraussetzung dafür ist, dass der Roboter den Menschen wahrnehmen und auf seine Handlungen reagieren muss. Das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB) entwickelte für eine solch enge Mensch-Roboter-Kooperation ein Verfahren.

Beim Einsatz von Robotern in der Produktion wird nach heutigem Stand der Technik die Sicherheit durch eine strikte Trennung von Mensch und Roboter gewährleistet. Mithilfe von Zäunen, Lichtschranken und ähnlichen Sicherheitsvorkehrungen wird das Betreten des Aktionskreises des Roboters unterbunden oder erkannt und gegebenenfalls ein Nothalt ausgelöst. Diese Vorkehrungen verhindern jedoch die gemeinsame Nutzung von Arbeitsräumen durch Menschen und Roboter sowie eine enge physische Zusammenarbeit.

Die Interaktion von Mensch und Roboter setzt eine multisensorielle Überwachung des Arbeitsbereichs voraus, denn nur dadurch kann Sicherheit von Menschen im Arbeitsraum des Roboters gewährleistet werden. Sie stellt eine Repräsentation der statischen und dynamischen Roboterumgebung zur Verfügung. Auf dieser Grundlage erkennt der Roboter mögliche Kollisionen beispielsweise mit Menschen und kann diese frühzeitig und sicher vermeiden. Durch die Informationsfusion mehrerer Tiefensensoren können dynamische Hindernisse verfolgt und ihre Position und Geschwindigkeit geschätzt werden. Dies erlaubt die Prädiktion der Hindernisbewegung und eine frühzeitige Erkennung möglicher Kollisionen. Außerdem wird in der unmittelbaren Roboterumgebung eine 3D-Darstellung der Hindernisse berechnet. Diese berücksichtigt auch den durch die Hindernisse und den Roboter verdeckten Bereich, der für die Sensoren nicht einsehbar ist. So ist eine konservative Abschätzung des Abstands des Roboters zu den Hindernissen möglich.

Mit Regelungs- und Planungsstrategien Gefahrensituationen vermeiden

Hierauf aufbauend können mithilfe von geeigneten Regelungs- und Planungsstrategien des Roboters Gefahrensituationen vermieden werden. Damit eine kollisionsfreie Bahn geplant werden kann, müssen sowohl eine Karte statischer Hindernisse, als auch die durch die Arbeitsraumüberwachung detektierten dynamischen Hindernisse berücksichtigt werden. Während der Roboterbewegung wird der Abstand des Roboters zu den Hindernissen fortlaufend überwacht. Falls der Roboter ein unerwartetes Hindernis registriert, wird durch Verlangsamen des Roboters oder die Anpassung der geplanten Bahn eine Kollision sicher vermieden.

Die Interaktion des Roboters mit seiner Umgebung umfasst sowohl die Kommunikation zwischen Mensch und Roboter, als auch die physische Interaktion des Roboters mit Gegenständen (zum Beispiel Werkzeugen) und Menschen. Eine intuitive Kommunikation zwischen Mensch und Roboter erfolgt durch Gesten des Menschen. Der Mensch kann beispielsweise auf ein Objekt zeigen, das ihm der Roboter bringen soll. Diese Gesten erkennt der Roboter mithilfe einer Tiefenkamera, die am Arbeitsplatz montiert ist. Um eine physische Interaktion des Roboters mit Menschen zu ermöglichen, zum Beipsiel bei der Übergabe von Werkzeugen oder Bauteilen, werden die bei der Interaktion entstehenden Kräfte gemessen. Diese Kräfte werden beispielsweise verwendet, um den Zeitpunkt des Loslassens eines Gegenstands bei der Übergabe zu steuern. Auch die Interaktion des Roboters mit Gegenständen erfordert eine Anpassung an die aktuelle Situation. So ist beispielsweise die genaue Lage zu greifender Objekte im Allgemeinen nicht bekannt. Daher wird der Roboter mit einer zusätzlichen Tiefenkamera am Greifer ausgestattet, mit deren Hilfe die Objektgröße und –lage geschätzt werden kann.

Durch die Integration der Arbeitsraumüberwachungs-, Planungs-, Interaktions- und Gestenerkennungskomponenten konnte die Zusammenarbeit eines mobilen Manipulators mit einem Menschen gezeigt werden. Hierbei greift der Roboter die vom einem Arbeiter benötigten Werkzeuge von einem Tisch, transportiert sie zum Arbeitsplatz des Arbeiters und übergibt sie ihm dort.

Quelle: www.maschinenmarkt.vogel.de

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen