Realisierung von Automatisierungsanlagen

Realisierung von Automatisierungsanlagen

Realisierung von AutomatisierungsanlagenDurch unsere Erfahrungen bei der Realisierung von Automatisierungsanlagen im speziellen Bereich der Automobilzulieferindustrie können wir Sie bei der Bewältigung Ihrer Herausforderungen unterstützen.
Neben unseren Kenntnissen und Erfahrungen im Bereich der Prozesse Punkt-, Naht- und Laserschweißen, Kleben, Clinchen, Rollfalzen etc. können wir Ihnen auch Lösungen zur Erhöhung der Produktivität wie automatisiertes Entnehmen von Teilen aus Behältern anbieten. Der Einsatz von Bildverarbeitungssystemen kann hierbei Vorsortierungsschritte entfallen lassen und verbessert die Verfügbarkeit.

Mit unseren Kooperationspartnern realisieren wir für Sie:

  • Schaltschrank- und Verteilerbau
  • Maschineninstallation und Inbetriebsetzung von Produktionslinien
  • Prozessvisualisierung und Produktionsdatenerfassung
  • Roboterprogrammoierung
  • Inbetriebnahme und Dokumentation
  • Prozess- und Taktzeitoptimierung

Presseschau Automation und Robotertechnik

In meinen Blog stelle ich Presseartikel zu

Automation und Robotertechnik.

Ich will damit den Focus meiner Leser auf die Technik und Technologie lenken, welche beachtenswert finde.

Mensch-Roboter-Kooperation setzt multisensorielle Überwachung voraus

Mensch-Roboter-Kooperation

Mensch-Roboter-Kooperation setzt multisensorielle Überwachung voraus

| Redakteur: Mag. Victoria Sonnenberg

Durch die multisensorielle Arbeitsraumüberwachung kann die Mitarbeiterin sicher mit dem Roboter interagieren.
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Durch die multisensorielle Arbeitsraumüberwachung kann die Mitarbeiterin sicher mit dem Roboter interagieren. (Bild: Manfred Zentsch/Fraunhofer IOSB)

Im industriellen Umfeld lassen sich zukünftige anspruchsvolle Aufgabenstellungen effizient bewältigen, wenn sie durch die Zusammenarbeit von Mensch-Roboter-Teams gelöst werden. Voraussetzung dafür ist, dass der Roboter den Menschen wahrnehmen und auf seine Handlungen reagieren muss. Das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB) entwickelte für eine solch enge Mensch-Roboter-Kooperation ein Verfahren.

Beim Einsatz von Robotern in der Produktion wird nach heutigem Stand der Technik die Sicherheit durch eine strikte Trennung von Mensch und Roboter gewährleistet. Mithilfe von Zäunen, Lichtschranken und ähnlichen Sicherheitsvorkehrungen wird das Betreten des Aktionskreises des Roboters unterbunden oder erkannt und gegebenenfalls ein Nothalt ausgelöst. Diese Vorkehrungen verhindern jedoch die gemeinsame Nutzung von Arbeitsräumen durch Menschen und Roboter sowie eine enge physische Zusammenarbeit.

Die Interaktion von Mensch und Roboter setzt eine multisensorielle Überwachung des Arbeitsbereichs voraus, denn nur dadurch kann Sicherheit von Menschen im Arbeitsraum des Roboters gewährleistet werden. Sie stellt eine Repräsentation der statischen und dynamischen Roboterumgebung zur Verfügung. Auf dieser Grundlage erkennt der Roboter mögliche Kollisionen beispielsweise mit Menschen und kann diese frühzeitig und sicher vermeiden. Durch die Informationsfusion mehrerer Tiefensensoren können dynamische Hindernisse verfolgt und ihre Position und Geschwindigkeit geschätzt werden. Dies erlaubt die Prädiktion der Hindernisbewegung und eine frühzeitige Erkennung möglicher Kollisionen. Außerdem wird in der unmittelbaren Roboterumgebung eine 3D-Darstellung der Hindernisse berechnet. Diese berücksichtigt auch den durch die Hindernisse und den Roboter verdeckten Bereich, der für die Sensoren nicht einsehbar ist. So ist eine konservative Abschätzung des Abstands des Roboters zu den Hindernissen möglich.

Mit Regelungs- und Planungsstrategien Gefahrensituationen vermeiden

Hierauf aufbauend können mithilfe von geeigneten Regelungs- und Planungsstrategien des Roboters Gefahrensituationen vermieden werden. Damit eine kollisionsfreie Bahn geplant werden kann, müssen sowohl eine Karte statischer Hindernisse, als auch die durch die Arbeitsraumüberwachung detektierten dynamischen Hindernisse berücksichtigt werden. Während der Roboterbewegung wird der Abstand des Roboters zu den Hindernissen fortlaufend überwacht. Falls der Roboter ein unerwartetes Hindernis registriert, wird durch Verlangsamen des Roboters oder die Anpassung der geplanten Bahn eine Kollision sicher vermieden.

Die Interaktion des Roboters mit seiner Umgebung umfasst sowohl die Kommunikation zwischen Mensch und Roboter, als auch die physische Interaktion des Roboters mit Gegenständen (zum Beispiel Werkzeugen) und Menschen. Eine intuitive Kommunikation zwischen Mensch und Roboter erfolgt durch Gesten des Menschen. Der Mensch kann beispielsweise auf ein Objekt zeigen, das ihm der Roboter bringen soll. Diese Gesten erkennt der Roboter mithilfe einer Tiefenkamera, die am Arbeitsplatz montiert ist. Um eine physische Interaktion des Roboters mit Menschen zu ermöglichen, zum Beipsiel bei der Übergabe von Werkzeugen oder Bauteilen, werden die bei der Interaktion entstehenden Kräfte gemessen. Diese Kräfte werden beispielsweise verwendet, um den Zeitpunkt des Loslassens eines Gegenstands bei der Übergabe zu steuern. Auch die Interaktion des Roboters mit Gegenständen erfordert eine Anpassung an die aktuelle Situation. So ist beispielsweise die genaue Lage zu greifender Objekte im Allgemeinen nicht bekannt. Daher wird der Roboter mit einer zusätzlichen Tiefenkamera am Greifer ausgestattet, mit deren Hilfe die Objektgröße und –lage geschätzt werden kann.

Durch die Integration der Arbeitsraumüberwachungs-, Planungs-, Interaktions- und Gestenerkennungskomponenten konnte die Zusammenarbeit eines mobilen Manipulators mit einem Menschen gezeigt werden. Hierbei greift der Roboter die vom einem Arbeiter benötigten Werkzeuge von einem Tisch, transportiert sie zum Arbeitsplatz des Arbeiters und übergibt sie ihm dort.

Quelle: www.maschinenmarkt.vogel.de

Roboter kommen, Arbeit bleibt

Roboter kommen, Arbeit bleibt

Roboter kommen, Arbeit bleibt

Warum Roboter die Menschen nie arbeitslos machen werden – und wir mit ihrer Hilfe Dinge tun werden, von denen wir heute noch nicht einmal ahnen, dass sie möglich sind.

Mit Unimate fing es an. 1961 wurde er als erster Roboter der Weltgeschichte in einer Fabrik eingeführt. Den Arbeitern war es recht. Schließlich erledigte der automatische Arm Dinge, um die sich keiner von ihnen riss. In einem Werk des Autoherstellers General Motors bearbeitete er Druckgussteile für Karosserien, eine damals für Menschen gefährliche Aufgabe in giftigen Dämpfen. Heute freut sich kaum einer mehr. Die Maschinen erledigen Aufgaben, womit auch Menschen gern ihr Geld verdienen: Sie waschen Haare beim Friseur, kassieren in Supermärkten und schreiben erste journalistische Texte. Auch selbstfahrende Autobusse sind nicht mehr weit.

Werden wir also überflüssig? Wer den aktuellen Trend fortschreibt, könnte zu diesem Schluss kommen. Jedes Jahr wächst die Produktivität in Deutschland um 1,4 Prozent, jeder Arbeiter stellt also 1,4 Prozent mehr her als im Jahr davor. Die Unternehmen brauchen immer weniger Personal, um die gleiche Menge an Gütern zu fertigen.

Wann also kommt die Nulllinie? Die Antwort: gar nicht. Denn eine zweite Zahlenreihe ist mindestens so aussagekräftig wie jene des Produktivitätsfortschritts. In Deutschland stehen gut 163500 Roboter in den Werkhallen. Der Anteil der Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe sank dadurch zwar, allein in den vergangenen 20 Jahren von 37 auf 25 Prozent. Gleichzeitig aber verringerte sich auch die Arbeitslosigkeit von 7,8 auf 7,3 Prozent. Der Industrieverband International Federation of Robotics presst den Zusammenhang gern in die platte Formel: „Roboter schaffen Arbeitsplätze.“ Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht.

Denn natürlich befinden wir uns in einem „Race against the Machines“, wie IT-Spezialist Andrew McAfee und der Forscher Erik Brynjolfsson vom Massachusetts of Technology (MIT) in ihrem gleichnamigen Buch schreiben. Das Rennen ist eröffnet. Die Automaten klettern die Karriereleiter nach oben. Sie werden dem Kindergarten entwachsen, der sie heute sind, und über kurz oder lang anspruchsvolle Aufgaben wahrnehmen, für die derzeit noch spezialisierte Fachkräfte gesucht werden. Sie können sich nicht vorstellen, einem Roboter beim Bewerbungsgespräch gegenüberzusitzen? Bereits heute arbeiten Forscher an der australischen University La Trobe an Maschinen, die Kandidaten Fragen stellen und aus der Mimik des Gegenübers herauslesen sollen, wie ernst es ihm mit den Antworten ist.

Spracherkennungssysteme ersetzen Callcenter, und so nervend der Umgang mit ihnen ist, wir gewöhnen uns daran. Der Roboter, der den Koch ersetzt, wird kommen. Und genauso wird der Roboter kommen, der den ersetzt, der den Koch ersetzt hat. Was machen wir dann? Seit etwa 195000 Jahren gibt es unsere Gattung auf der Erde. Die längste Zeit davon haben wir gearbeitet, um zu überleben. Heute arbeiten wir, um zu leben. Und in Zukunft? Nicht mehr arbeiten und nur noch leben? Oder nicht einmal mehr das?

Es ist ein spannender Stoff für Science-Fiction-Romane, wenn Maschinen ihre eigene Entwicklung bestimmen und die Herrschaft über die Erde übernehmen. Aber in den Szenarien steckt ein logisches Problem: Wir haben keinen wirklichen Grund, Roboter zu bauen, die all das können, was uns selbst auszeichnet. Denn wer Roboter mit eigenem Willen ausstattet, hat keine Sklaven mehr. Und Sklaven sollen die Maschinen schließlich bleiben. Sie sollen uns Fähigkeiten verleihen, die wir selbst nicht besitzen, präziser sein, schneller, ausdauernder – und sich vor allem nicht beklagen. Eine eigene Persönlichkeit ist das Letzte, was Nutzer von ihren Automaten wollen. Ein Hotelbesitzer will vielleicht einen nett parlierenden Aufzug, aber bestimmt keinen, der nur noch Blondinen befördert.

Eines dürfte damit auch in 100 Jahren sein wie heute: Roboter, sofern es sie dann noch gibt, dienen dem Menschen. Nicht umgekehrt. Die wirklich brisante Frage ist daher eine andere: Wem nützen ihre Dienste eigentlich? Wenn es schlecht läuft, sind das ziemlich wenige.

Das pessimistische Szenario wäre: Arbeitnehmer geraten beim Rennen gegen die Maschinen tatsächlich ins Hintertreffen. Erst entsteht Massenarbeitslosigkeit, dann sinkt das Lohnniveau so weit, dass selbst Roboter nicht mehr rentabler wären. Die Folgen wären auf der einen Seite Massenverelendung, auf der anderen eine reiche Elite, die wählen kann, ob sie Maschinen oder Menschen beschäftigt.

Die Gefahr droht durchaus. Seit Jahren wachsen die Gehaltsunterschiede in der Gesellschaft. Die obersten zehn Prozent der Einkommenspyramide erhielten 2008 achtmal mehr Lohn als die untersten zehn Prozent, so eine Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit OECD von 2011. Gerade die Geringqualifizierten verlieren nach und nach den Anschluss, weil die Jobs, für die Menschen nötig sind, immer anspruchsvoller werden. Ein einfacher Kfz-Mechaniker kommt bei heutigen Autos, die fahrenden Rechnern gleichen, nicht mehr weit.

So aber muss das Rennen nicht enden – wenn es gelingt, die Ausbildung der Menschen zu verbessern. In keinem anderen Land hängen Bildungserfolg und gesellschaftliche Stellung so eng zusammen wie in Deutschland, zeigen die Pisa-Studien. Lässt sich dieser Zusammenhang durchbrechen, ist ein optimistisches Szenario weit wahrscheinlicher: Die Automatisierung setzt zwar Arbeitskraft frei, damit aber auch Kreativität. Ganz neue Betätigungsfelder entstehen. Genau das geschah in den vergangenen Jahrzehnten. Im gleichen Maß, wie der Anteil der Arbeitnehmer in der Fertigungsindustrie schrumpfte, wuchs die Bedeutung des Dienstleistungssektors: von 48 Prozent 1972 auf heute 72 Prozent.

Arbeit ist nicht einfach da. Arbeit entsteht, weil Menschen sie schaffen. Es gibt keinen Job-Kuchen, von dem uns Roboter die Stücke wegfressen und wir nur noch die Krümel bekommen. Hätte das Zeitalter der Automation nie begonnen, wäre die digitale Revolution wohl nie aus den Startlöchern gekommen. Die Fabriken hätten die dafür nötige Arbeitskraft gebunden.

Die Frage ist deshalb nicht, ob wir in 100 Jahren noch etwas zu tun haben werden. Sondern was. Sicher ist: Es werden Dinge sein, von denen wir heute nicht einmal ahnen, dass sie möglich sind.

Gefunden bei http://heise.de/-2038474

Weltweit nehmen 1,3 Millionen Industrie-Roboter bis 2018 ihre Arbeit auf

Weltweit nehmen 1,3 Millionen Industrie-Roboter bis 2018 ihre Arbeit auf

2018 wird jeder dritte Industrie-Roboter in China installiert

21 Länder weisen eine überdurchschnittliche Roboterdichte auf. Ein Großteil der hoch automatisierten Länder stammt aus der EU (14 Länder). Dazu kommen drei asiatische Volkswirtschaften (Südkorea, Japan, Taiwan) sowie die USA und Kanada. Grafik: IFR
21 Länder weisen eine überdurchschnittliche Roboterdichte auf. Ein Großteil der hoch automatisierten Länder stammt aus der EU (14 Länder). Dazu kommen drei asiatische Volkswirtschaften (Südkorea, Japan, Taiwan) sowie die USA und Kanada. Grafik: IFR

Rund 1,3 Millionen Industrie-Roboter nehmen bis 2018 ihre Arbeit in den Fabriken auf, das prognostiziert die Weltstatistik 2015 der International Federation of Robotics (IFR). Im absatzstärksten Automobilsektor stiegen die globalen Investitionen für Industrie-Roboter innerhalb eines Jahres auf den Rekord von plus 43 Prozent (2013–2014).

Die durchschnittliche Roboterdichte im produzierenden Gewerbe liegt weltweit bei 66 Robotereinheiten pro 10.000 Arbeitnehmer. Weltweiter Spitzenreiter bei der Automatisierung mit Industrie-Robotern ist derzeit Südkorea. Hier übertrifft die Roboterdichte den globalen Durchschnitt um gut das Siebenfache (478 Einheiten), gefolgt von Japan (314 Einheiten) und Deutschland (292 Einheiten). Die USA belegen mit 164 Einheiten weltweit Platz sieben.

Die Roboterdichte in China liegt mit 36 Einheiten pro 10.000 Arbeitnehmer aktuell bei rund der Hälfte des weltweiten Mittelwerts auf Platz 28 und damit etwa auf dem Niveau von Portugal (42 Einheiten) oder Indonesien (39 Einheiten). Mit einer historisch beispiellosen Aufholjagd ist das Reich der Mitte allerdings vor fünf Jahren angetreten, diesen Status Quo zu ändern und ist heute schon der weltweit größte Absatz- und Wachstumsmarkt für Industrie-Roboter. Niemals zuvor wurden in einem Land so viele Roboter innerhalb eines Jahres verkauft wie 2014 in China (57.100 Einheiten). Der Boom setzt sich den Prognosen zufolge unvermindert fort: Im Jahre 2018 wird voraussichtlich mehr als jeder dritte Industrie-Roboter in China installiert. ↓

www.ifr.org

29.02.2016
Entnommen automationspraxis.de

Roboter als 3. Hand lernt durch Nachahmung

Die Maschine lernt vom Menschen
Zusammen mit Partnern entwickeln Forscher der TU Darmstadt im EU-Projekt 3rd Hand einen selbstlernenden Roboter arm, der Fachkräften stupide Bewegungen abnimmt.

Die Maschine lernt vom Menschen. Assistenzsystem lässt sich durch einfaches Zeigen programmieren

Roboter als dritte Hand lernt durch Nachahmung

In dem Projekt entwickelt ein TU-Team um Professor Jan Peters vom Fachgebiet Intelligente Autonome Systeme Grundlagen der semi-autonomen Zusammenarbeit von Mensch und Roboter. Ziel ist, dass der Roboterarm Abläufe durch Nachahmung und menschliche Anleitung lernt.

Hierfür werden einzelne Bewegungseinheiten kodiert und generalisiert. So kann der Roboter einmal gelernte Bewegungsabläufe an verschiedene Situationen anpassen. In einer Schreinerei könnte er beispielsweise schwere Teile anreichen, auch wenn Teil und Mitarbeiter dabei nicht am gleichen Ort stehen.

Um entscheiden zu können, wann und wie der Roboter Menschen unterstützen kann, ist es außerdem notwendig, die Interaktion miteinzubeziehen. Der Roboterarm kann dann beispielsweise das Teil unaufgefordert anreichen, sobald die Mitarbeiterin ein Werkzeug in die Hand nimmt. Die Forscher entwickeln hierfür interaktive Bewegungseinheiten.

Zusätzlich soll eine kostspielige Roboterneuprogrammierung durch natürliche Interaktion ersetzt werden. Daher wird zum Beispiel ein vollständig demonstrierter Arbeitsablauf automatisch unterteilt. Die Einzelbewegungen werden in einer für den Roboter verständlichen und wiederverwendbaren Bewegungsdatenbank abgelegt. Fachkräfte können den Roboter so durch einfaches Zeigen von Abläufen programmieren.

Technische Universität Darmstadt www.tu-darmstadt.de

30.11.2015
Entnommen www.automationspraxis.de

Vorbereitung fürs Lackieren: Roboter schleift kraftdosiert

Der MH50 II punktet mit prima Bahnverhalten und beachtlicher Reichweite

Für ein optimales Lackierergebnis spielt die Vorarbeit eine entscheidende Rolle. Mit manuellem Schleifen sind aber höchste Anforderungen an die Oberflächenqualität kaum mehr einzuhalten. Mit einer innovativen Lösung auf Basis eines Yaskawa-Roboters erfüllt Asis die Anforderungen hinsichtlich reproduzierbarer Qualität, Prozesssicherheit und Flexibilität.

Der MH50 II punktet mit prima Bahnverhalten und beachtlicher Reichweite

Automatischer Schleifmittelwechsel in 15 Sekunden

Vorbereitung fürs Lackieren: Roboter schleift kraftdosiert

Während Lackierprozesse in der Industrie weitestgehend automatisiert sind, dominiert bei den vorgeschalteten Schleifprozessen noch immer Handarbeit. „Daher haben wir eine robotergestützte Lösung für das automatisierte Schleifen entwickelt, die der manuellen Bearbeitung in allen Punkten überlegen ist“, sagt Projektleiter Sebastian Gottwald.

Schlüsselkomponenten der Anlage sind ein Yaskawa-Roboter, ein aktiver Kontaktflansch von Ferrobotics sowie eine selbst entwickelte automatische Schleifmittel-Wechselstation. Als Schleifer kommen handelsübliche, pneumatische oder elektrische Maschinen zum Einsatz.

Herzstück der Zelle ist ein großer Sechsachser MH50 II: „Der Roboter deckt mit seiner Reichweite von über 2 Metern einen großen Arbeitsbereich ab und bleibt dabei mit einer Wiederholgenauigkeit von beachtlichen 0,2 Millimeter in allen Bereichen sehr präzise. Wichtig für Schleifprozesse ist zudem ein sehr gutes Bahnverhalten des Roboters“, berichtet Gottwald.

Der aktive Kontaktflansch am Handgelenk des Roboters regelt über entsprechende Sensorik kraftdosiert und exakt den vorgegebenen Anpressdruck in allen Lagen. Um diesen in einem noch breiteren Bereich konstant halten und auch schwierige Formen abdecken zu können, kommt zwischen Kontaktflansch und Schleifmittel ein Interface-Pad aus Spezialschaumstoff zur Verwendung.

„Mit dieser Lösung können wir den Anpressdruck im Vergleich zum vom Werker geführten Schleifer weitaus exakter regulieren“, verspricht Gottwald: „Wir können an Karosserien auch mit unterschiedlichen Anpressdrücken arbeiten und so in der Fläche die Abtragleistung erhöhen und an diffizileren Stellen mit der gebotenen Vorsicht und entsprechend niedrigerem Druck schleifen. Dazu müssen wir nur einmalig die Roboter entsprechend programmieren – fertig.“

Dem automatisierten Wechsel des Schleifpapiers kommt eine Schlüsselrolle zu. Daher steckt auch in der automatisierten Schleifmittel-Wechselstation einiges an Knowhow. Der Automat fasst genügend Schleifmittel, um einen autonomen Betrieb über viele Stunden hinweg zu sichern. Der automatische Wechsel, bei dem der Roboter die Station anfährt und altes gegen neues Papier tauscht, nimmt nur 15 Sekunden in Anspruch.

„Damit sind wir derzeit das Benchmark in dieser Disziplin. Weiterer entscheidender Vorteil dieser patentierten Lösung ist die nahezu hundertprozentige Prozesssicherheit unserer Lösung“, so Gottwald.

Das Verfahren kommt bereits in der Automobilindustrie zum Einsatz und hat sich beim Schleifen kompletter Karosserien wie auch von kleineren Bauteilen wie Spoilern bestens bewährt. Dabei handelt es sich oft um ganze Linien mit einer Vielzahl von Schleifrobotern, die über Verfahrachsen große Arbeitsbereiche abdecken. Darüber hinaus bietet Asis aber auch Stand-alone-Anlagen für kleinere Applikationen.

Die Zeitvorteile sind beachtlich: „Bei einer konkreten Kundenapplikation liegen die reinen Schleifzeiten mit unserer Standardzelle für ein bestimmtes Bauteil bei 12 Minuten gegenüber 22 Minuten für die Handarbeit“, so der Projektleiter. Die Roboter seien zwar nicht in jeder Applikation annähernd doppelt so schnell, „aber eine Zeiteinsparung von 30 Prozent erreichen wir eigentlich in jedem Fall.“

Dabei punktet die automatisierte Lösung nicht nur mit höherer Produktivität, sondern eben auch mit besserer Qualität – was für Anwender aus der Automobilindustrie ebenso wichtig ist wie für Luft- und Raumfahrt, Yachtbau oder Möbelindustrie. Das bestätigt ein Brancheninsider aus der Automobilindustrie, der in einem Pilotprojekt bereits Erfahrungen sammeln konnte: „Wir erreichen mit dem Roboterschleifen nicht nur eine spürbar bessere Oberflächenqualität, wir erzielen auch hundertprozentig reproduzierbare Ergebnisse, die nicht mehr von der Tagesform der Werker abhängig sind.“

Yaskawa Europe GmbH www.yaskawa.eu.com

30.11.2015

Entnommen aus www.automationspraxis.de

Kleiner Leichtbauarm von Universal Robots treibt Tisch-Automatisierung voran

UR3 von Universal Robots kann als dritte helfende Hand des Werkers eingesetzt werden

Kleiner Leichtbauarm von Universal Robots treibt Tisch-Automatisierung voran

Besonders klein und flexibel: Der UR3 soll in der Tisch-Automatisierung Hand in Hand mit dem Menschen arbeiten
Besonders klein und flexibel: Der UR3 von Universal Robots soll in der Tisch-Automatisierung Hand in Hand mit dem Menschen arbeiten

Durch seine endlose Rotation an der Werkzeugschnittstelle kann der Roboter zum Beispiel auch mit einem ganz normalen Schraubenzieher Schrauben festziehen

Mit dem Modell UR3 erweitert der dänische Leichtbau-Spezialist Universal Robots seine Roboterfamilie. „Mit 3 Kilogramm Traglast und einem sehr geringen Platzbedarf ist der UR3 quasi der kleine Bruder der größeren Modelle UR5 und UR10″, berichtet Esben H. Østergaard, CTO und Mitgründer von Universal Robots.

Während die großen Brüder zum Beispiel für die Be- und Entladung von Maschinen gedacht sind, zielt der UR3 auf leichte Montageaufgaben und automatisierte Werkbankszenarien, wo er in der Tisch-Automatisierung quasi als dritte Hand des Werkers eingesetzt werden kann. „Ein einziger Werker kann mit dem UR3 als eine dritte helfende Hand das leisten, was bislang die Aufgabe von zwei Personen war“, erklärt Østergaard, der die dreijährige Entwicklungsphase geleitet hat.

Durch seine kleine Größe sei der UR3 der optimale Assistent in der Montage, beim Polieren, Leimen oder Schrauben. Der kompakte Tischroboter wiegt nur 11 Kilogramm, hat eine TDurch seine endlose Rotation an der Werkzeugschnittstelle kann der Roboter zum Beispiel auch mit einem ganz normalen Schraubenzieher Schrauben festziehenraglast von 3 Kilogramm, eine 360°-Rotation an allen Drehgelenken sowie eine endlose Rotation an der Werkzeugschnittstelle. Durch die endlose Rotation an der Werkzeugschnittstelle kann der Roboter zum Beispiel mit einem ganz normalen Schraubenzieher ausgestattet werden und dann Schrauben festziehen.

„Diese Funktionen machen den UR3 zum flexibelsten Leichtbau-Tischroboter auf dem Markt, der direkt neben dem Menschen arbeiten kann“, so Østergaard. Als Anwendungsbereiche sieht er vor allem die Kleinteilmontage und hier insbesondere die Elektronikindustrie. Daher feiert der automatisierte Tisch-Kollege auch auf einer Messe in China Premiere. In Europa wird der UR3 auf der Hannover Messe 2015 in der hiesigen Öffentlichkeit vorgestellt.

Der UR3 besitzt 15 justierbare Sicherheitsfunktionen. Eine davon ist der Kraftregler, der die Roboter-Kräfte bei Kontakt begrenzt. Der UR3 hat wie seine großen Brüder eine Standard-Kraftregelung von 150 Newton, kann aber so programmiert werden, dass er bereits bei nur 50 Newton automatisch stoppt.

www.universal-robots.com

16.03.2015
Entnommen automationspraxis.de

Hightech-Strategie der Bundesregierung fördert Industrie 4.0

NEUE HIGHTECH-STRATEGIE – INNOVATIONEN FÜR DEUTSCHLAND

Innovative Arbeitswelt

Wir wollen eine innovative Arbeitswelt mit gesunden und sicheren Arbeitsbedingungen. Dazu gehört eine faire Entlohnung, die erbrachte Leistungen angemessen anerkennt. Deshalb gehört das Thema Innovative Arbeitswelt zu den sechs Zukunftsaufgaben der neuen Hightech-Strategie.

Mechatroniker installieren einen Roboter in der neuen Karosseriefertigung des Sportwagenbauers Porsche in LeipzigTechnik verändert die Arbeit

Foto: picture-alliance/dpa/WoitasTechnik verändert die ArbeitFoto: picture-alliance/dpa/Woitas


Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sollen ihre Leistungsfähigkeit entfalten können. Dazu gehören neue Formen der Arbeitsorganisation, stärkere Dienstleistungsorientierung, sich wandelnde Qualifikationsprofile und Berufsbilder. In Produktion und Verwaltung wird eine enge Interaktion von Menschen untereinander und mit Maschinen immer wichtiger. Damit wandelt sich die moderne Arbeitswelt tiefgreifendend. Wir müssen komplexe Prozesse beherrschen und verstärkt Personal-, Organisations- und Kompetenzentwicklung betreiben. Damit ist „gute Arbeit“ eine wichtige Basis für wirtschaftliche Innovationen.

Durch moderne Kommunikationsmittel sind Beschäftigte heute räumlich und zeitlich flexibel, wodurch sich Familie und Beruf besser vereinbaren lassen. Zugleich führt die Digitalisierung auch zu neuen Anforderungen an Qualifikation und Kompetenzen. Berufsbilder verändern sich. Gleichzeitig birgt sie aber auch Gefahren, etwa durch ständige Erreichbarkeit und Vermischung von Arbeits- und Privatleben.

Die Bundesregierung nimmt die Herausforderungen des technologischen Wandels für die Arbeitswelt in den Blick. Dazu gehören die Folgen für Beschäftigung und Arbeitsmärkte, Gesundheits- und Beschäftigtenschutz und die sozialen Sicherungssysteme sowie Aus- und Weiterbildung.

Wesentliche Schwerpunkte sind:

Arbeit in einer digitalisierten Welt

Die vernetzte Tätigkeit mit digitalen Arbeitsmitteln und Arbeitsinhalten macht schon heute den überwiegenden Teil der Arbeit aus. Dies wird sich verstärken, so dass der Qualifizierung von Beschäftigten eine immer größere Bedeutung zukommt. Ganzheitliche Konzepte der Arbeits- und Organisationsgestaltung sowie fortschrittliche Konzepte der Personal- und Kompetenzentwicklung müssen entwickelt und erprobt werden. Dabei dürfen nicht allein die Möglichkeiten der Technik den Entwicklungstakt vorgeben. Arbeitszeitregelungen, Arbeitsschutz- oder Gesundheitsschutznormen müssen weiterentwickelt werden.

Die Bundesregierung sorgt für geeignete Maßnahmen und passfähige Rahmenbedingungen für „gute digitale Arbeit“. Dabei ist der technische Fortschritt ebenso zu berücksichtigen, wie soziale Faktoren wie Arbeitnehmerrechte, Innovationen und die Gesunderhaltung am Arbeitsplatz. Der Mensch und nicht die Technik soll weiter im Mittelpunkt stehen.

Innovative Dienstleistungen für Zukunftsmärkte

Die Wettbewerbsfähigkeit moderner Volkswirtschaften hängt immer stärker davon ab, nicht nur isolierte Produkte anzubieten. Notwendig sind zusätzlich darauf abgestimmte Dienstleistungen für integrierte Problemlösungen aus einer Hand. Aus dieser Zusammenführung von Produkten und Dienstleistungen zu Systemangeboten entstehen neue Wertschöpfungsformen und damit neue Wachstumschancen.

Gefragt sind insbesondere technologische und soziale Innovationen, die zu neuen Dienstleistungen für neue Märkte führen und sich durch gesellschaftlichen Nutzen auszeichnen. Dienstleistungsinnovationen bündeln verschiedenartige Leistungen zu optimalen Lösungen und sprechen so ganz unterschiedliche Bedürfnisse an.

Die Bundesregierung fördert die Forschung für Dienstleistungen. So bleiben Unternehmen mit Dienstleistungen in Zukunft wettbewerbsfähig und können sich an veränderte wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedingungen anpassen. Dies führt gleichzeitig zu einem hohen Beschäftigungsniveau in Deutschland.

Kompetenzaufbau

Kompetenzen für die Nutzung moderner Zukunftstechnologien gehen häufig über individuelle Fähigkeiten und Fertigkeiten hinaus. So reicht eine punktuelle Aus- und Weiterbildung nicht aus. Relevante Kompetenzen müssen gesamtgesellschaftlich vorausgesehen werden. Sie müssen strategisch aufgebaut werden. Immer kürzere Entwicklungszyklen sind bei Bildung, Ausbildung und Qualifizierung von Beschäftigten und Arbeitssuchenden zu berücksichtigen. Der Umgang mit den neuen Medien muss aber bereits in der Schule adressatengerecht vermittelt werden. Deshalb wird die Bundesregierung ein strategisches Kompetenz-Monitoring aufbauen, um Handlungserfordernisse frühzeitig identifizieren zu können.

Die Bundesregierung hat das Programm „Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen“ und weitere Initiativen ins Leben gerufen. Sie stellen sich mit einem ganzheitlichen Ansatz diesen zentralen Herausforderungen.

Mittwoch, 27. August 2014

Entnommen www.bundesregierung.de

Wir planen für Sie

Auf unser Planung können Sie sich verlassen

Planung von Automatisierungslösungen

Wir planen und entwickeln für Sie individuelle Automatisierungslösungen. Ziel ist es, Ihre Unternehmensprozesse zu optimieren, Sie schneller und effektiver zu machen und Ihren Mitarbeitern die Facharbeit zu erleichtern. Wir koordinieren gern das gesamte Projekt und unterstützen beratend dessen Realisierung.

Weiterhin steht unser Planungsteam für folgende Leistungen zur Verfügung:



  • 3D-Konstruktion von Automatisierungsanlagen

  • Elektrokonstruktion mit EPLAN und anderen Systemen

  • Softwareentwicklung, SPS/PLC-Programmierung

  • Simulation und OFFLINE-Programmierung von Robotern