Roboter als 3. Hand lernt durch Nachahmung

Die Maschine lernt vom Menschen
Zusammen mit Partnern entwickeln Forscher der TU Darmstadt im EU-Projekt 3rd Hand einen selbstlernenden Roboter arm, der Fachkräften stupide Bewegungen abnimmt.

Die Maschine lernt vom Menschen. Assistenzsystem lässt sich durch einfaches Zeigen programmieren

Roboter als dritte Hand lernt durch Nachahmung

In dem Projekt entwickelt ein TU-Team um Professor Jan Peters vom Fachgebiet Intelligente Autonome Systeme Grundlagen der semi-autonomen Zusammenarbeit von Mensch und Roboter. Ziel ist, dass der Roboterarm Abläufe durch Nachahmung und menschliche Anleitung lernt.

Hierfür werden einzelne Bewegungseinheiten kodiert und generalisiert. So kann der Roboter einmal gelernte Bewegungsabläufe an verschiedene Situationen anpassen. In einer Schreinerei könnte er beispielsweise schwere Teile anreichen, auch wenn Teil und Mitarbeiter dabei nicht am gleichen Ort stehen.

Um entscheiden zu können, wann und wie der Roboter Menschen unterstützen kann, ist es außerdem notwendig, die Interaktion miteinzubeziehen. Der Roboterarm kann dann beispielsweise das Teil unaufgefordert anreichen, sobald die Mitarbeiterin ein Werkzeug in die Hand nimmt. Die Forscher entwickeln hierfür interaktive Bewegungseinheiten.

Zusätzlich soll eine kostspielige Roboterneuprogrammierung durch natürliche Interaktion ersetzt werden. Daher wird zum Beispiel ein vollständig demonstrierter Arbeitsablauf automatisch unterteilt. Die Einzelbewegungen werden in einer für den Roboter verständlichen und wiederverwendbaren Bewegungsdatenbank abgelegt. Fachkräfte können den Roboter so durch einfaches Zeigen von Abläufen programmieren.

Technische Universität Darmstadt www.tu-darmstadt.de

30.11.2015
Entnommen www.automationspraxis.de